Mit "la chipaca" legt der Saxophonist Gabriel Pérez sein erstes Album als Bandleader vor. Inspiriert zu diesen Aufnahmen wurde Pßerez sowohl durch die Musik seiner Heimat, Argentinien, als auch durch die musikalischen Eindrücke die er in seiner Zeit in Europa sammeln konnte. So verband er die traditionelle argentinische Musik mit neuen lateinamerikanischen und europäischen Elementen.
Die CD ist aber darüber hinaus ein eindruckvolles Dokument der "jungen Wilden" des musikalischen Deutschlands. Dargelegt fast ausschließlich von Absolventen der Kölner Musikhochschule. Eine Musikergeneration die neue Wege geht, ohne mit der Tradition zu brechen; Gleich einer Perle, die der Auster entwächst.
Hören; Genießen; Weiterempfehlen.



Der große amerikanische Saxophonist Dave Liebmann, ehemaliger Lehrer und Mentor von Gabriel Pérez, sagt über den Argentinier: "Darüber hinaus, daß er ein außergewöhnlicher Saxophonist ist, hat Gabriel eine sehr interessante Musik geschaffen, die sein Heimatland Argentinien reflektiert. Sie ist mehr als "nur" Folklore oder Tango - sie ist voll von modernen und orginellen Ideen."
Geboren 1964 in Córdoba, begann Pérez mit sieben Jahren seinen musikalischen Weg. Seine Mutter sagte zu Gabriel: "Lerne ein Instrument zu spielen, ein Musiker bekommt für sein Spiel zumindest immer ein Essen hingestellt." Aus einfachsten Verhältnissen stammend, war eigentlich kein Geld für Musikunterricht da, aber durch seinen Lerneifer und offensichtliches Talent durfte er am örtlichen Musikinstitut dem Unterricht beiwohnen.Eigentlich wollte er mit der Klarinette anfangen, doch das einzige Instrument teilten sich bereits fünf andere Schüler, so daß Gabriel neben dem Pflicht-Piano-Unterricht zum Saxophon griff. Wenn man ihn heute das Horn spielen hört, ist man froh darüber, denn auch wenn er die Klarinette inzwischen annähernd genau so virtuos spielt - seine Liebe gehört dem Sax und man hört es mit jedem Ton, dem er ihm entlockt.
In den Jahren nach seiner schulischen Ausbildung spielte der jugendliche Pérez in Tango-Salons und arbeitete mit verschiedenen argentinischen Pop- und Jazz-Gruppen. 1982 wurde er der Saxophonist des Symphonieorchesters Córdoba. 1994 begann er am Instituto Collegium Córdoba selber Musik zu lehren.

Parallel hierzu spielte Peréz live und auf Studioaufnahmen mit den bekanntesten argentinischen Musikern: Litto Nebia, Mono Fontana, Pedro Aznar, Daniel Homer, César Franov, Gustavo Bergali. 1991 kam Peréz nach Köln um an der Musikhochschule Jazz zu studieren. 1994 repräsentierte er seine Hochschule zusammen mit David Liebman auf dem Grazer Jazz-Festival. 1997 folgte der seinen Abschluß mit Auszeichnung. Danach Festivalauftritte und Produktionen beim WDR und Mitarbeit an den Schauspielhäusern in Köln und Düsseldorf. Der Argentinier Marcio Doctor, Perkussion, 34, ist Mitglied der Band von Maria Joao, der NDR-Bigband. Er arbeitete u.a. mit Alex Acuna, Georg Gruntz, Dino Saluzzi und Lalo Schiffrin und hat sich einen großen Namen gemacht. Der Pianist Jürgen Friedrich, Jahrgang 1970, studierte ebenfalls an der Kölner Musikhochschule unter John Taylor. Von etlichen New York-Aufenthalten ist sein Stil auch amerikanisch geprägt. Seit 1996 unterrichtet er an der Musikhochschule in Mannheim, tourte mit seiner eigenen Formation und nahm u.a. mit Kenny Wheeler und Jerry Bergonzi einige Alben auf. 1997 gewann er den Preis der IAJE für Jazzkomposition.

Volker Heinze, Bass, Jahrgang 1962 arbeitete u.a.-mit der Rainer Witzel Group, Charlie Mariano, Simon Nabatov, Lew Soloff und Kenny Wheeler. Musikalisch aktiv ist er ebenfalls am Kölner Schauspielhaus und an der Rheinischen Oper. Den Abschluss an der Musikhochschule machte er in Köln. Ralf Hesse, 72er, Trompete & Fügelhorn, Studium in Köln, spielte beim Bundesjazzorchester und ist ein gefragtes Mitglied diverser Bigbands: WDR-Bigband, Mangelsdorfs German-French Jazz Ensemble, Bob Brookmeyers New Art Ensemble u.a. Oliver Leicht, 30, studierte klassische Klarinette in Mannheim. Seit 1992 führt er seine Ausbildung am Sax in Sachen Jazz an der Hochschule in Köln fort. 1990 folgte der Ruf Herbolzheimers zum BuJazzO zu stoßen. Danach hatte er Auftritte mit und bei: WDR, Rias Bigband und dem HR. Quinique Sinesi, wurde 1960 in Buenos Aires geboren. Seine Karriere als Profi begann mit 14, als er unter Liliana Morelli klassische- und bei Alejandro Moro Jazz-Gitarre studierte. Bald darauf gründete er seine Fusion-Band Alfombra Mágica 1982 wurde er Mitglied des Dino Saluzzi Quartetts. Später arbeitete Sinesi mit anderen argentinischen Musikern wie wie dem Ex-Piazolla-Pianisten Pablo Ziegler, tourte durch Europa, USA und Südamerika und war an etlichen CDs beteiligt. Nils Wogram, 26, von dem Peréz sagt: es ist ein wahres Glück in der Band zu haben, ist einer der wichtigsten Posaunisten der europäschen Szene. Seit 1989 gewann er etliche Preise in den Kategorien Neue Musik und Jazz. Während seines zweijährigen Studiums in New York arbeitete er mit Maria Schneider, Reginald Workman, Slide Hampton u.a. Seit 1994, führten ihn Tourneen durch ganz Europa, die USA und auf internationale Festivals.




1.Viva los Novios (vals)
2.Con Plastilina Verde (aire de milonga)
3.Verde y Agua (ritmo de chamamé) (89 KB)
4.Que Dios te lo deba (ritmode carnavalito)
5.La Viejita Clotilde (vals)
6.Tierra Tibia (aire de chacarera) (103 KB)
7.Tres de Azúcar (aire de chacarera) (110 KB)
8.Grillitos (aire de chacarera)
9.La Chipaca (zamba) (111 KB)




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