Als René Pretschner 1995 Greenhouse Music gründete, kam ihm die Idee zu diesen Aufnahmen: Er wollte verschiedene Pianisten in einem Raum, auf ein und dem selben Flügel, bei einer Microphonierung, ihre eigens hierfür komponierten Stücke einspielen lassen. Die angesprochenen MusikerInnen reagierten spontan begeistert auf diese Idee. Es sollten 9 Männer und eine Frau sein, die aus Europa stammen, bzw. hier leben. Wunsch war nicht, eine möglichst verkaufsträchtige 'All-Star-CD' zu produzieren, sondern eine weite stilistische Bandbreite von modernen Jazzpiano-Soli auf einem Album zu vereinen. So sind auf Ten Piano Players sowohl große Namen, wie auch noch junge und nicht so bekannte Musiker vertreten. Entstanden ist eine wohl einmalige Dokumentation zeitgenössischer Jazzpianisten in Europa. Die Reaktionen der Musikliebhaber auf das Album waren durchwegs überschwenglich. Sei es auf Seiten der Käufer, bei Musikerkollegen oder den Medien.

Nach zwei Jahren kommt nun endlich die Fortsetzung: Ten Piano Players - Volume Two. Die Musikerauswahl ist bewußt die selbe geblieben. Die CD ist nicht als Sampler zu verstehen, sondern als ein Projekt, bei dem man auch die musikalische Entwicklung der Beteiligten verfolgen kann.
Das Programm hingegen erscheint zum Teil heiterer und eingänglicher als auf Volume one, allerdings ohne dabei an Tiefe und Brillianz zu verlieren.
Im Gegenteil; Wären alle 'Fortsetzungen' so wie diese, würde man sich auch noch auf die 100ste Folge freuen. Leider ist dieses Projekt auf drei Alben konzeptioniert und wird danach nicht mehr fortgesetzt werden.

Begeistern Sie sich wieder an Taylors freien Harmoniefolgen, an Nabatovs kraftvollen Baß-Läufen und an van den Broeck's jazztraditionellem Schaffen.
Genießen Sie auf's neue Aki Takase's Orginalität, Mafalis clusterhafte Tonverbindungen und René Pretschners lyrisch-powervolle Soli. Lassen Sie sich von Jasper van't Hofs virtuosen Gesten in Läufen und Oktavparallelen überraschen. Freuen Sie sich an Doepkes, Ferros und Vermeulens vielen melodischen Phasen und klangfarbener Akkordik.
Denn wie schrieb eine deutsche Zeitschrift zu Ten Piano Players Volume one: "Es macht Freude, dieser lyrischen Klaviermusik mit ihren vielen Klangfacetten zuzuhören und sich die eigenen Klangbilder hinzuzuphantasieren".



Melo Mafali wurde 1958 in Messina/Italien geboren. Der studierte Keyboarder, Pianist und Komponist spielte in seiner Karriere u.a. mit Rufus Thomas und Chaka Khan.

René Pretschner, 1962 in Wuppertal geboren studierte Musik in Arnheim/Holland. Er kann bereits auf einige erfolgreiche CD-Produktionen zurückblicken.

John Taylor, Baujahr 1942 ist Engländer. Der Piano-Altstar spielte mit Dave Holland, Kenny Wheeler, Jan Gabarek u.v.a.

Mike del Ferro, Holländer, studierte am Musikkonservatorium Hilversum. Er gewann mehrere Preise. So z. B. den tschechischen 'Karlslovy Vary Festival Price'.

Jasper van't Hof, 47er Jahrgang, ist vielen durch die Band 'Pili Pili' bekannt. Er spielte mit so ziemlich allen Musikern die Rang und Namen haben. So z. B. mit Archie Shepp, Philip Cathrine und Charlie Mariano.

Simon Nabatov, geboren 1959 in Moskau lebt in Köln. 1979 emigrierte er in die USA und studierte dort an der 'Julliard School of Music' Er gewann etliche Preise und spielte auf nahezu allen wichtigen Festivals.

Christian Doepke, Münchner, 66er Geburtsjahr, hat sein eigenes Trio ‘Reflections'. Er gewann u.a. den 'NDR Special Award'.

Rob van den Broeck, geboren 1940 in Hilversum/Holland, wo er auch an der Musikhochschule unterrichtet. Er hat sich nicht nur als Mitglied des 'European Jazz Ensembles' sondern auch als Maler einen Namen gemacht.

Robert Jan Vermeulen, ebenfalls Holländer, ist 41. Er studierte Musik in Den Haag. Er gewann etliche Preise und tourte auf der ganzen Welt.

Aki Takase, geb. 1948 in Tokio/Japan, ist eine außergewöhnliche Pianistin mit einer steilen Karriere. Nach ihrem Musikstudium spielte sie mit den verschiedensten japanischen Star-Musikern, bevor sie '78 in die USA reiste, um dort einige Alben mit den Musikern der dortigen Szene einzuspielem. Seit 1988 lebt sie in Berlin. U.a. gewann sie 1994 für ihre Aufnahme mit David Murray, den Preis der deutschen Schallplattenkritik.




1.Melo Mafali - Putza Saloon
2.René Pretschner - Suite pour Jacqui
3.John Taylor - Hermana Guapa
4.Mike del Ferro - September
5.Jasper van't Hof - Don't happy be worry
6.Simon Nabatov - Back Home
7.Christian Doepke - Vincent (112KB)
8.Rob van den Broeck - Departures (115KB)
9.Rober Jan Vermeulen - Lost in the Moneyjungle
10.Aki Takase - The Taste of a Little Girl (117KB)



GreenHouseMusic: GHM 1010

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