Mit "the shimmering colours of the stained glass" legt der Pianist Hubert Nuss sein erstes Album als Bandleader vor. Inspiriert zu diesen Aufnahmen wurde Nuss sowohl durch den Schweizer Maler und Musiker Charles Blanc Gatti (1890-1966). Dieser setzte Musikwerke von Bach bis Strawinsky optisch um, als auch durch die Orgel-Musik von Olivier Messiaen. Die in ihr verwendeten Modi und die durch diese erzielten "Farbeffekte" faszinierten Nuss schon beim ersten Hören. Die vorliegende CD ist eine gelungene Fusion der Messiaenschen Farben mit der Tradition des Jazzpianos. Schillernde, leuchtende Farben und Klänge, manchmal geradezu sinnliche Akkorde machen das Album zu einem besonderen Hörerlebniss.
Der britische Ausnahme-Pianist John Taylor, sein ehemaliger Lehrmeister, beschreibt die CD folgendermaßen: "Ein musikalischer Sound, der voll von Schönheit und faszinierenden Farben ist. Die reiche harmonische Sprache, welche die Komplexität und Intensität von post-romantischer klassischer Musik mit einer entwaffnenden, melodischen und rythmischen Einfachheit vereinigt... sorgt für einen neuen Sound in der Jazz-Musik."



Der Jazz-Trompeter Bobby Shew bezeichnet Hubert Nuss als "Wunderkind". Er sei: "einer der höchst gefühlvollsten, intelligentesten und übermäßigsten Pianisten, die ich jemals in der Welt getroffen habe". Der 1964 geborene Pianist begann bereits im Alter von 8 Jahren mit einer klassischen Klavierausbildung.
 
Mit 16 erlernte er nicht nur die Kirchenorgel und die klassische Improvisation, sondern wurde auch Pianist der SBF-Big Band Bad Friedrichshall. In den folgenden Jahren folgten erste Preise bei Wettbewerben wie "Jugend musiziert" oder "Jugend jazzt". 1982 wurde Nuss Mitglied des Baden- Württemberger Jazzorchesters. 1987 erreichte ihn der Ruf Herbolzheimer´s und er wechselte in das Bundes-jazzorchester, dem er zwei Jahre angehörte. Nebenbei belegte er Jazz an der Musikhochschule Köln und absolvierte mit Auszeichnung. 1988 gewann er den Förderpreis der Stadt Mannheim für Jazzkomposition, -arrangement und -interpretation. 1991 folgte der "Kammgarn Jazzpreis". Als Dozent ist er an der Musikhochschule in Mannheim und seit diesem Jahr auch an der HDK in Berlin tätig.
Als Pianist ist er Mitglied des Peter Weniger Quartetts und der Kölnmusic Big Band. Stationen auf seinem musikalischen Weg waren Produktionen u.a. für den WDR, NDR, SDR, SWF, HR, RIAS und sein Zusammenspiel u.a. mit: Shirley Bassey, Mel Lewis, Clark Terry, Bennie Bailey, John Taylor, Jonny Griffin, Art Farmer, Slide Hampton, Toots Thielemanns, Ack van Rooyen, Georgie Fame, Charlie Mariano. 1997 folgte die Gründung des Hubert Nuss Trios mit dem Kontrabassisten:

John Goldsby, der ebenfalls ein Ausnahmemusiker ist. Mit zahllosen Größen des Jazz hat er bereits zusammengearbeitet: George Benson, Charlie Bird, Larry Coryell, Benny Goodman, Wynton Marsalis u.v.a. Er war Bassist des Soundtracks von "The Cotton Club" der den Grammy-Award gewann. Wenn man Goldsbys Spiel auf dieser CD lauscht, wundert es einen nicht, daß die New York Times schreibt: "Sein Baßspiel ist spektakulär".

Jazz-Drummern muß man zum Schlagzeuger John Riley eigentlich nichts mehr sagen, aber andere Musikinteressierte wissen vielleicht nicht, daß der Dozent und Autor mit etlichen Persönlichkeiten des Jazz auf der Bühne oder im Studio zusammengearbeitet hat. Miles Davis, Stan Getz, Dizzy Gillespie, Woody Herman, John Scofield und Mike Stern sind nur einige der Namen. Sein Spiel kann voller ungebändigter Energie, aber auch voller Harmonie und Zärtlichkeit sein.



1.The Shimmering Colours of the Stained Glass I
2.Awakening
3.Remembering the Start of a Never Ending Story
4.Stomp (115KB)
5.The Shimmering Colours of the Stained Glass II
6.More Than You Know
7.A Tender Farewell to a Spanish Woman
8.Song for a Real Friend (115KB)
9.I Have a Love/The Lion Queen
10.Anxiety - the Colour of a Mortal Life
11.LIonio's Song (112KB)



GreenHouseMusic: GHM 1008

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